Minimal-Invasive-Kastration nach Pukacz

Mit einer Lebenserwartung von bis zu 17 Jahren, je nach Rasse, stellt die Aufrechterhaltung der Gesundheit einer Hündin die größte Herausforderung für einen Hundebsitzer dar. Durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Impfungen, ausreichende Bewegung, Kontakt zur Bezugsperson und zu Artgenossen kann vieles hierfür schon getan werden.

Leider sind diese Maßnahmen nicht immer ausreichend, um eine Hündin vollständig vor allen gefährlichen Erkrankungen und Infektionen zu schützen. Unter Berücksichtung der gesundheitlichen Vorteile kann eine Kastration aus tierärztlicher Sicht dazu dienen, Ihre Hündin vor lebensbedrohlichen gesundheitlichen Zuständen zu schützen.

Eine Kastration ist die größte und wichtigste Operationen im Leben Ihrer Hündin und wird letzendlich empfohlen, um die Gesundheit Ihrer Hündin zu sichern. In der Kleintierpraxis Pukacz GmbH werden Hündinnen ab dem 6. Lebensmonat nach einer speziellen Methode, die eigens von Tierarzt Mieczyslaw Pukacz entwickelt wurde, kastriert. Die Minimal-Invasive-Kastration nach Pukacz basiert auf mehr als 20 Jahren praktischer chirurgischer Erfahrung und entfernt schonend und sicher die Gebärmutter und Eierstöcke mittels ein oder zwei kleiner Hautschnitte, je nach Größe der Hündin.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über die schonende Methode und die Vorteile für die Gesundheit Ihrer Hündin!

Risiko senken

Mehrere wissenschaftliche Studien belegen die Reduktion des Gesundheitsriskos durch eine Kastration. Deshalb wird u.a. eine Kastration aus tierärztlicher Sicht für alle Hündinnen, die nicht für die Zucht vorgesenen sind bzw. bei Hündinnen, die keine Welpen bekommen sollen, empfohlen.

Vorbeugung eine Gebärmuttereiterentzündung (Pyometra)

Kurz nach der Läufigkeit kann eine Gebärmuttereiterentzündung entstehen. Während der Läufigkeit ist die Gebärmutter durch den Gebärmuttermund offen und zugänglich für aufsteigende pathogene Keime. Gegen Ende der Läufigkeit unter hormonellen Einflüssen schließt sich der Gebärmuttermund. Die gefährlichen Keime werden eingeschlossen und es kommt zu einem ungebremsten Wachstum. Dabei werden Toxine produziert, die sowohl in der Gebärmutter als auch in der Blutbahn hochgradige Entzündungen bzw. eine Sepsis verursachen.
Betroffene Hündinnen trinken beim Vorliegen einer Pyometra fast das dreifache an Wasser. Wenn der Gebärmuttermund offen ist, kann bei einer hochgradigen Keimvermehrung eitriger und übelriechender Vaginalausfluss ausgeschieden werden. In vielen Fällen ist leider der Gebärmuttermund geschlossen und die Erkrankung bleibt unbemerkt, bis der Allgemeinzustand der Hündin sich lebensbedrohlich verschlechtert hat.

Ob eine medikamentöse Behandlung vorgenommen werden kann, richtet sich nach dem aktuellen Zustand des Tieres. Meistens können nur lebensrettende und kreislaufstabilisernde Maßnahmen ergriffen werden, um letztendlich eine Kastration zu vollziehen. Nur die vollständige Entfernung der Gebärmutter beugt diesem gefährlichen Zustand vor.

Reduktion von Gesäugetumoren (Mammatumoren)

Das Risiko für die Entstehung von Tumoren des Gesäuges, der sogenannten Mammatumoren, kann durch eine Kastration positiv beeinflusst werden. Wenn eine Kastration vor der ersten Läufigkeit oder unmittelbar nach der ersten Läufigkeit gemacht wird, ist das Risiko jeweils bei 0,5% und 8%. Ab der dritten Läufigkeit nimmt dieser vorbeugende Effekt massiv ab.

Die gefährlichen Mammatumore treten schon bei Hündinnen ab dem 9. Lebensjahr auf. Sogar eine hormonelle Läufigkeitsunterdrückung im Rahmen der Scheinträchtigkeit begünstigt die Entstehung solcher bösartigen Tumoren. An der Gesäugeleiste bilden sich einzelne oder mehrere anfänglich nicht schmerzhafte Umfangsvermehrungen, die eine beachtliche Größe erreichen können. Bei bestimmten Formen leidet die Hündin regelrecht darunter, da die Gesäugeleiste hochgradig entzündet und schmerzhaft ist. Solche Hündinnen suchen immer kühle Liegeplätze auf, um sich eine Linderung des Schmerzens zu verschaffen. Bei fortschreitender Erkrankung und Wachstum treten Symptome wie Apathie, Fressunlust und Fieber auf. Unbehandelt können solche Tumore zum langsamen Tod der Hündin führen.

Etabliert und anerkannt

Die Minimal-Invasive-Kastration nach Pukacz ist eine speziell entwickelte Kastrationmethode für die Hündin, die aufgrund der mehrjährigen Praxiserfahrung und Forschung vom polnischen Tierarzt Herrn Mieczyslaw Pukacz entwickelt wurde.

Gemeinsam mit der Tierärztlichen Fakultät LMU-München der Ludwig-Maximilians Universität München wurde die Methode in der renomierten Londoner tiermedizinischen Fachzeitschift „The Veterinary Record“ publiziert und wissenschaftlich anerkannt.

Die Kastration erfolgt ohne Gas, mittels ein oder zwei ca. 1 bis 3 cm langer Hautschnitte, je nach Größe der Hündin, hinter dem Bauchnabel bzw. im Beckenbereich.

Bei der Minimal-Invasiven Kastration nach Pukacz werden die Gebärmutter und Eiterstöcke mittels spezieller handgefertigter Instrumente (Gebärmutter-Retraktor) aus der Bauchhöhle schonend gelagert und sicher entfernt. Eine Verletzungsgefahr der benachbarten Organen besteht bei der Minimal-Invasiven Technik nicht.

Im Gegensatz dazu ist bei der laparoskopischen Kastrationstechnik eine Performation der Milz, des Darms oder der Harnblase möglich, da die Entfernung der Geschlechtsorgane direkt in der Bauchhöhle erfolgt. Ein zweiter Nachteil dieser Methode ist die Anwendung von Kohlendioxid. Der Bauchraum wird mit Gas aufgepumpt, um eine bessere Arbeitssicht zu ermöglichen. Dieses Aufpumpen sowie die Anwendung vom Gas wirkt sich immer negativ auf das Herzkreislaufsystem aus und kann tödlich verlaufen.

Nach der sanften Entfernung der Geschlechtsorgane nach der Kastrationsmethode nach Pukacz wird mittels zweifachem Nähverfahrens die Bauchhöhle sicher verschlossen. Durch ein kosmetisches Nahtverfahren wird die Hautwunde anschließend vollständig zugenäht. Somit müssen nach der Minimal-Invasiven-Kastration nach Pukacz keine lästigen Fäden gezogen werden .

Schnell wieder fit

Dank der Minimal-Invasiven-Kastration nach Pukacz ist die Hündin schnell wieder auf den Beinen und wie gewohnt unterwegs.

  • Kleine Wunde: Aufgrund der ein oder zwei kurzen Hautschnitte, die ca. 1 bis 3 cm lang sind, bleibt die Kastrationswunde im Vergleich zu allen anderen Methoden sehr klein.

 

  • Kurze Rekonvaleszenzzeit: Eine uneingeschränkte Beweglichkeit kann schon ab dem zweiten Tag nach der OP beobachtet werden.

 

  • Geringer Wundschmerz: Schmerzen nach der OP sind aufgrund des kurzen Wundschnitts und Gewebetraumas sehr gering.

 

  • Geringe Wundheilungsstörung: Die kleinen Hautwunden bieten weniger Fläche für Bakterien und beugen somit einer Infektion und der Verzögerung der Wundheilung vor.

 

  • Hervorragende kosmetische Ergebnisse: Schon inerhalb einiger Monate verschwindet die Narbe der Kastration, als ob nichts gewesen wäre.

Nüchtern sein

Ihre Hündin muss vor einer bevorstehenden Operation nüchtern sein. Am Tag vor der OP, ab 18 Uhr, soll Ihr Vierbeiner kein Futter mehr bekommen. Lediglich Wasser darf angeboten werden. Um pünklich mit der Operation beginnen zu können, sollten Sie kurz vor dem OP-Termin in der Praxis eintreffen.

Mit ruhigen Händen

In der Regel finden alle Operationen vormittags statt, Ausnahmen sind lebensbedröhliche Notfälle. Um die Aufwachphase nach der Operation so schonend wie möglich zu gestalten, sollten die Lieblingsdecke oder ein Spielzeug Ihres Vierbeiner mitgebracht werden. Beim Aufwachen aus der Narkose wird der vertraute Geruch wahrgenommen.

Der Liebling wird nach dem Eintreffen zunächst auf seine Narkosefähigkeit hin untersucht. Ist Ihre Hündin über 8 Jahre alt, empfehlen wir eine Blutuntersuchung, um festzustellen, ob alle wichtigen Organwerte im Referenzbereich liegen. Schließlich müssen Niere und Leber das Narkosemittel schnell und vollständig abbauen, damit das Narkoserisiko so gering wie möglich gehalten wird.

Nachdem der Vierbeiner sein Prä-Narkosemittel erhalten hat, wird er zügig intubiert, damit die Atmung und Zufuhr von Sauerstoff während der gesamten Operation gewährleistet werden kann. Routinemäßig werden bei uns alle Hunde mit einem Inhalationsgas-Sauerstoffgemisch beatmet.

Dadurch lässt sich die Narkosetiefe jederzeit an den aktuellen Zustand des Tieres anpassen. Der Kreislauf und Sauerstoffgehalt werden permanent während der Operation überwacht, um auf jede Veränderung schnellstmöglich reagieren zu können. Für unsere älteren Patienten wird ein spezielles Narkoseprotokoll verwendet, das den Kreislauf schont und eine sichere Narkose gewährleistet.

Danach wird das Fell am Bauch geschoren, anschließend erfolgt die Reinigung und Desinfektion der Haut. Im Anschluss wird die Hündin in Rückenlage gebracht. Mittels ein oder zwei ca. 1 bis 3 cm Hautschnitte werden die Gebärmutter und Eierstöcke mit ruhigen Händen schonend und sicher entfernt. Durch zweifaches Nahtverfahren sowie einer speziellen kosmetischen Nahttechnik werden die Bauchhöhle und Hautwunden vollständig zugenäht.

Ein Anruf

Wenn der geliebte Sofawolf operiert wird, gehen ganz viele Gedanken durch den Kopf (schafft mein Tier die OP, vermisst es mich) und es spielen sich ganz viele Emotionen zwischen Angst und Hoffnung in Herz und Magen ab. Auf Wunsch rufen wir Sie gerne nach der OP an und sagen Ihnen, wie es dem Kleinen geht. Somit können Sie beruhigt die Zeit bis zur Abholung abwarten.

Dahoam ist es am schönsten

Zur Sicherheit Ihres Lieblings werden operierte Tiere erst nach Hause gegeben, wenn sie wach, geh- und stehfähig sind. Somit wird auf Nummer-Sicher gegangen, dass Ihr Vierbeiner sich außerhalb jeder Gefahr befindet.

Ihr Vierbeiner darf gleich zu Beginn der Nachmittagssprechstunde abgeholt werden. Tiere zur Abholung werden immer vorgezogen, es sei denn, ein lebensbedrohlicher Notfall wurde gerade angemeldet. Bei der Abholung erfahren Sie, worauf Sie achtgeben müssen und wann die erste Kontrolluntersuchung stattfindet.

Die Minimal-Invasive-Kastration nach Pukacz hautnah erleben!

Referenzen

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