Check-Ups

Lebensqualität erhalten

Haustiere können uns nicht immer sagen, wie sie sich fühlen. Um die Sache noch komplizierter zu machen, können sie, als Teil ihrer Überlebensstrategie wie bei der Katze, eine subklinische Krankheit verstecken (das heißt, dass eine Krankheit, die in einem frühen Stadium ist, nur minimale Symptome verursacht).

Ein Check-Up ist eine medizinische Routineuntersuchung eines Patienten, deren Ziel ist, die optimale Gesundheit zu erhalten. Sie erlaubt die Identifizierung von Warnzeichen einer Krankheit oder eines schlechten Zustands, bevor ein Haustier offensichtliche Zeichen von Krankheit zeigt oder sich ein schlechter Allgemeinzustand äußert.

Somit können lebensrettende Schritte eingeleitet werden, bevor irreversible Schäden auftreten. Darüber hinaus ist die Früherkennung und Behandlung oft weniger kostspielig, als zu warten, wenn eine Krankheit oder ein Problem weit genug fortgeschritten sind, sodass es zur Beeinträchtigung der Lebensqualität Ihres Lieblings kommt.

Klein und fein

Der kleiner Check-Up eignet sich für älterwerdende Katzen ab 6 Jahren und Hunde ab 8 Jahren. Schon in diesem Lebensalter können schon typische Veränderungen im Hormonhaushalt aufgedeckt werden.

 

  • Allgemeinuntersuchung
    Diese Routineuntersuchung findet grundsätzlich bei jedem Besuch in der Praxis statt. Informationen zu Ernährung, Bewegung, Trinkverhalten, Atmung, Gewohnheiten, Gassi-gang, Lebensstil (freilaufend oder in der Wohnung gehalten) werden gesammelt, um die allgemeine Gesundheit zu beurteilen. Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung Ihres Vierbeiners, samt Abhören von Herz und Lunge.
    Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchungsgänge werden Empfehlungen für spezifische Präventivmedizin wie Impfung, Parasitenkontrolle (für äußere Parasiten wie Flöhe, Zecken und Ohrmilben oder innere Parasiten wie Würmer), Ernährung, Haut- und Fellpflege, oder eine Gewichtskontrolle besprochen.

 

  • Kleines Blutbild
    Anhand der Untersuchung kann in manchen Fällen ein kleines Blutbild erforderlich sein. In diesem Schritt wird die Funktion der wichtigen Organe wie Niere, Leber, und Schilddrüse erfasst.

Das große Programm

Bei einem großen Check-Up wird Ihr Haustier tatsächlich auf „Herz und Nieren“ hin geprüft.  Diese ausführlichen Untersuchungsgänge werden häufig bei älteren Tieren empfohlen, sowie bei chronisch erkrankten Hunden und Katzen (Niereninsuffizienz, Herz- oder Krebspatienten).

  • Allgemeinuntersuchung
    Diese Routineuntersuchung findet grundsätzlich bei jedem Besuch in der Praxis statt. Informationen zu Ernährung, Bewegung, Trinkverhalten, Atmung, Gewohnheiten, Gassi gang, Lebensstil (drinnen oder draußen), und die allgemeine Gesundheit werden gesammelt und beurteilt.
    Danach wird auch eine körperliche Untersuchung samt Abhören von Herz und Lungen mittels Stethoskop an Ihrem Vierbeiner durchgeführt. Basierend auf der Geschichte Ihres Tieres und den körperlichen Untersuchungen werden Empfehlungen für Behandlungen, spezifische Präventivmedizin wie Impfung, Parasitenkontrolle (für äußere Parasiten wie Flöhe, Zecken und Ohrmilben und innere Parasiten wie Würmer), Ernährung, Haut- und Fellpflege, eine Gewichtskontrolle oder Zahnpflege besprochen.
  • Großes Blutbild
    Der breiteste und modernste Blutcheck liefert aussagekräftige Ergebnisse über die Schilddrüse, Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse, das Blutsystem, Infektion/Entzündung und Herz-, Lungenfunktion (neues Biomarker-Verfahren wie beim Menschen).
  • Urinuntersuchung
    Zusätzlich zu der Blutuntersuchung erreicht man eine vollständie Überprüfung der Nierenfunktion sowie des Zustandes des Harns mittels einer Urinuntersuchung. Sogar eine vorläufige Aussage über das Vorhandensein eines Diabetes Mellitus ist mit diesem Untersuchungsgang möglich.
  • Röntgen oder Ultraschalluntersuchung
    Die bildgebende Diagnostik ergänzt den restlichen Untersuchungshergang des großen Check-Ups. Die Größe und das Aussehen der inneren Organe wie Herz, Lunge, Leber, Niere sowie das Skelettsystem werden in  schwarz-weiß Bildern dargestellt.
    Wenn der Verdacht auf Krebs im Raum steht, hilft eine Röntgen- und/oder Ultraschalluntersuchung, um das Vorhandensein von Metastasen zu identifizieren. Auch der Nachweis von schädlichen Steinen in der Harnblase kann durch ein einfaches Röntgenbild sofort festgestellt werden.